Der Lagotto

Eine sehr gute allgemeine Rassebeschreibung finden Sie hier.

Aber viel interessanter ist ja ein Steckbrief über die Mutter unserer Welpen:

Unsere Romy (alias Accompagnatore Roma Romantica)!

Liebevoll nennen wir unsere Romy auch „das Schaf“, nicht nur, weil sie manchmal so aussieht. Sie ist auch genauso lieb. Eben ein Schaf. Menschen und Hunden gegenüber ist sie neutral bis freundlich. Und wenn sie gestreichelt wird (was sie mitunter vehement einfordert), wird man sie kaum noch los.

Sie kann aber auch manchmal sauer werden. Wenn fremde Katzen auf unser Grundstück laufen oder im Dunkeln unbekannte Menschen entgegenkommen. Auch unbekannte Geräusche in der Nacht werden zuverlässig gemeldet. Einem Einbrecher gegenüber wäre sie sicher unbestechlich. Sie würde ihn nicht beißen, aber auch kein Futter von ihm nehmen. Aber einen Krawall machen, damit jeder Hausbewohner Bescheid weiß: Hier stimmt etwas nicht! Und das ist ja auch, was wir von ihr wollen.

Jagdtrieb

Davon, dass Lagotti keinen Jagdtrieb haben sollen, hat Romy noch nichts gehört. Sie läuft gerne allem hinterher, was vor ihr wegläuft. Ich denke nicht, dass es ihr Ziel ist, die Beute zur Strecke zu bringen. Vielmehr macht es ihr Spaß, hinterherzulaufen. Allerdings muss man sagen, dass sie mit unserem Dackel aufgewachsen ist, der ein passionierter Jäger ist. Vermutlich hat sie von ihm gelernt, wieviel Spaß es macht, Katzen zu jagen. Wir lassen Romy meist ohne Leine laufen, außer in der Dämmerung oder in der Brut- und Setzzeit. Sollte sie dann doch mal Wild aufstöbern und hinterhergehen, ist sie zuverlässig mit dem Doppelpfiff rückrufbar. Auch das hat sie vom Dackel gelernt.

Nasenarbeit

Romy hat bereits im Alter von 6 Monaten einen Trüffel gefunden. Da waren wir mächtig stolz. Leider haben wir seither kein (Natur)Trüffelglück mehr gehabt. Den von mir versteckten Trüffel findet sie aber zuverlässig. Unsere Welpies sollen auch schon früh auf den Geruch geprägt werden.

Zudem hat sie Spaß am Mantrailing. Das kann ich für Lagotti sehr empfehlen. Der Hund hat schnell ein Erfolgserlebnis. Zudem schweißt es Hund und Hundeführer zusammen, man lernt seinen Hund „lesen“ und es powert ihn mehr aus als ein ausgiebiger Spaziergang. Kopfarbeit ist sehr wichtig für Lagotti, sonst beschäftigen sie sich selbst, was nicht immer im Interesse ihrer Menschen ist.

Schmutz

Sie ist wie ein Swiffer. Zieht Schmutz magisch an. Das ist eben der Preis, wenn man einen Lagotto hat. Dem Thema Pflege habe ich daher eine eigene Seite gewidmet. Lagotti sind keine Etepetete-Hunde. Die wälzen sich mal im Dreck oder fressen ihn. Urburschen eben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hunde, die sich wie ihre Urahnen die Wölfe, in Schmutz wälzen, noch mehr Urtriebe haben. Dies wirkt sich dann positiv aus, wenn es um die Geburt und die Aufzucht der Welpen geht. Sie halten die Welpen gut sauber und würgen ihnen Futter vor. Je „menschlicher“ die Hunde sind, desto weniger findet man diese Urtriebe. Dies ist meine persönliche Erfahrung und sicher noch nicht wissenschaftlich belegt.

Joggen und am Rad laufen …

ist nichts für Romy. Findet sie langweilig. Stur nebenher laufen ohne Schnuppern und pesen: langweilig! Außer, wenn sie ohne Leine laufen und damit das Tempo selbst bestimmen darf. Das geht bei uns in Hessen aufgrund der hohen Wilddichte leider nicht das ganze Jahr über. Daher haben wir das irgendwann gelassen. Aber neben dem Roller herlaufen, macht ihr Spaß. Der Vorteil dabei ist, dass man immer wieder stehen bleiben und auf den Hund warten kann. Dann aber auch mal streckenweise richtig Gas geben kann.

Romy ist ein sehr sozialer Hund, gehorsam, arbeitswillig, agil, aufmerksam und gutmütig. Sie bellt wenig. Wenn sie etwas nicht mag, zeigt sie es sehr deutlich.

Sie lernt schnell, allerdings nicht so schnell wie unser Dackel. Aber Dackel sind ja auch eine Liga für sich 😉

Sie möchten Romy live kennenlernen? Kontaktieren Sie uns dafür bitte per E-Mail!